2026
Am 25. April 2026 gastierte der Deutsche Jazzpreis erneut in Bremen – pünktlich zum 20jährigen Jubiläum der Fachmesse jazzahead! Die Hansestadt an der Weser wurde damit erneut zum Epizentrum der deutschen und internationalen Jazzszene.
Bei der Verleihung im Hanse Saal des Congress Centrum Bremen, moderiert von Thelma Buabeng und Götz Bühler, wurden 22 Persönlichkeiten, Ensembles und Projekte im Bereich Jazzmusik ausgezeichnet. Zu den zentralen Auszeichnungen zählten die Preise für das Lebenswerk an Aki Takase, für den bzw. die Künstler:in des Jahres an Rebekka Salomea sowie für das Album des Jahres an Phil Donkin. Auch international herausragende Artists wurden geehrt, darunter Sullivan Fortner als Künstler des Jahres international sowie Johnathan Blake für das Album des Jahres international.
Alle Preisträger:innen 2026 ↗︎
Moderatorin Thelma Buabeng setzte die Messlatte für die Stimmung im Saal bereits zu Beginn der Show hoch an, indem sie das gesamte Publikum mit ghanaischer Musik zum Tanzen brachte. Für weitere musikalische und emotionale Highlights sorgten die hochkarätigen Auftritte des Moses Yoofee Trio (Preisträger in der Kategorie Debüt-Album des Jahres 2026) sowie von Adeolu/Lukas Akintaya (Preisträger in der Kategorie Schlagzeug/Perkussion 2026), hilde (nominiert in der Kategorie Live Act des Jahres 2026) und ganavya (nominiert in der Kategorie Album des Jahres international 2026), die die Verleihung zum mitreißenden Live-Musik-Event machten und aktuelle Facetten des Jazz präsentierten.
Birgitta Flick, Gewinnerin des Deutschen Jazzpreises in der Kategorie Komposition/Arrangement 2025, steuerte den Signature Sound zur 6. Edition bei und zeichnete damit für den musikdramaturgischen Faden der Veranstaltung verantwortlich. Sie spielte mit ihrem Quintett live auf einer kleinen Bühne inmitten der Nominierten und Preisträger:innen.
Das Showkonzept bestach durch insgesamt drei Stages und den Einsatz von Spatial Audio, einer 3D-Soundtechnologie, die mit zahlreichen im Raum verteilten Lautsprechern ein immersives 360-Grad-Hörerlebnis schafft.
Auch showdramaturgisch wurden neue Ansätze ausprobiert: Zum ersten Mal wurden mehrere Preisträger:innen gleichzeitig im Rahmen von größeren Hauptkategorien (Künstler:innen, Aufnahme/Produktion, Live, Komposition/Arrangement, Sonderpreise) ausgezeichnet und auf die Bühne gebeten; die 22 Einzelkategorien blieben jedoch bestehen.
Neben den Laudator:innen prägten sowohl Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Leitender Beamter beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, als auch der Bürgermeister und Kultursenator der Stadt Bremen Dr. Andreas Bovenschulte den Abend mit kraftvollen Wortbeiträgen. Letzterer betonte die politische Kraft des Genres: „Die spezifische Form des Jazz widersetzt sich der autoritären Aufladung. Und deshalb brauchen wir den Jazz in diesen Zeite!“
In Zusammenarbeit mit Apple Music wurden im Vorfeld des Events Playlists mit der Musik der Nominierten und Preisträger:innen kuratiert. Vor und nach der Veranstaltung boten vor Ort installierte Listening Booths die Gelegenheit, in den vielfältigen Sound des Deutschen Jazzpreises einzutauchen. Die Preisverleihung wurde auch 2026 im Livestream übertragen – über YouTube, bremenzwei.de sowie ARD Jazz. Die Aufzeichnung steht auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Jazzpreises sowie in der ARD Mediathek zum Abruf bereit.
Seit 2021 prämiert der Deutsche Jazzpreis herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene. Realisiert wird er von der Initiative Musik mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. 2026 erhielten Gewinner:innen jeweils ein Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro und Nominierte durften sich über je 4.000 Euro freuen.
Das Team der sechsten Ausgabe des Deutschen Jazzpreises dankt allen Förder:innen, Gesellschafter:innen und Partner:innen:
